Stiftung Warentest – Kaum noch kostenlose Girokonten

 

Wer heutzutage nach einem kostenfreien Girokonto sucht, muss einen genauen Blick auf die Bedingungen werfen. Viele Banken haben bei den Gebühren kräftig zugelegt. So kosten beispielsweise Papierüberweisungen extra oder es wird bei der Kreditkarte kräftig zugelangt. Immer häufiger wird zudem ein monatlicher Geldeingang gefordert. Die Zeitschrift Finanztest hat rund 200 Kontenmodelle bei gut 100 Banken unter die Lupe genommen. Lediglich 25 davon werden ohne Bedingungen und komplett gebührenfrei angeboten. Voraussetzung ist dabei zumeist eine positive Schufa. Unter https://www.girokonto-ohne-schufa.de finden sich Angebote für Verbraucher mit negativen Schufa-Einträgen.

Mehrere Banken schaffen kostenlose Konten ab

Zuletzt war die Postbank in den Schlagzeilen, da sie für die meisten Kunden kein kostenloses Girokonto mehr anbietet. Seit November entfällt die Kontoführungsgebühr nur noch für junge Leute sowie Kunden mit einem hohen monatlichen Einkommen. Bei der HypoVereinsbank erhalten ebenfalls nur noch Kunden mit Gold-Status ein gebührenfreies Girokonto. Diesen gibt es erst ab einem Vermögen von 75.000 Euro oder einem Immobilienkredit in selber Höhe.

Verwirrend ist zudem, dass viele Banken mit einem kostenlosen Girokonto werben, dann jedoch für verschiedene Leistungen Gebühren berechnen. So haben viele Institute ihre Preise für eine Kreditkarte erhöht. Für Kunden gehört die Karte zum Konto hinzu, Banken bewerten diese jedoch als separate Produkte.

Kostenlose Girokonten vor allem online

Die besten Chancen auf ein kostenloses Girokonto haben Personen, die ihre Bankgeschäfte ausschließlich online abwickeln. Bei Direktbanken gibt es nach wie vor eine recht hohe Zahl von Anbieter, welche Gebühren verzichten. Die Kontoführung ist dann ebenso kostenlos wie eine Kreditkarte und der Bargeldbezug am Automaten. Zu den bekannten Banken zählen unter anderem ING Diba, DKB, DAB Bank, Consorsbank und Comdirect. Es gibt jedoch auch junge Unternehmen wie Fidor Bank und Number26, die ein kostenfreies Girokonto im Programm haben.

Auf Dispozinsen achten

Bei den genannten Banken fallen Gebühren nur bei einem negativen Kontosaldo an. Wer öfters sein Konto überzieht, sollte bei einem Vergleich genau auf die Dispozinsen achten. Rutscht das Konto für einen längeren Zeitraum ins Soll kann es richtig teuer werden. Bis zu 14 Prozent Zinsen verlangen die Banken für die Inanspruchnahme des Dispo. Einige Anbieter geben sich auch mit rund der Hälfte zufrieden.

Kontowechsel wird leichter

Vor Kurzem hat der Gesetzgeber den Wechsel des Girokontos vereinfacht. Die Banken sind nun verpflichtet ihre Kunden nun beim erforderlichen Prozedere unterstützen. So müssen beispielsweise Daueraufträge innerhalb von zwei Wochen auf die neue Bank umgestellt werden. Geschäftspartner die regelmäßig Geld einzahlen oder abbuchen wie Arbeitgeber, Vermieter, Stromlieferer oder Versicherungen müssen ebenfalls über die neue Bankverbindung informiert werden. Der Kunde kann individuell festlegen ob er die Bank mit dem Wechsel beauftragt oder die Aufgaben selbst erledigt.

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