Ein paar einfache Strategien für den Handel mit Binären Optionen

 

Binäre Optionen sind ein gutes Instrument für den Einstieg in den hochspekulativen Wertpapierhandel. Denn anders als mit CFDs und Devisen (Forex) lässt sich nicht mehr Geld als die Einlage verlieren. Außerdem müssen Trader um Gewinne zu machen „nur“ die richtige Richtung vorhersagen. Steigt der Kurs oder fällt er? Dabei helfen ein paar einfache Strategien.

Binäre Optionen kurz erklärt

Binäre Optionen funktionieren wie eine Wette auf den weiteren Verlauf eines Kurses. Einige Broker sind deshalb sogar als Wettanbieter und nicht als Finanzunternehmen registriert. Das ist allerdings die Ausnahme.

Der Trader muss nun vorhersagen, ob der Kurs am Ende der Laufzeit einer Option höher oder niedriger liegen wird als aktuell. Hat er Recht, erhält er einen festgelegten Prozentsatz als Gewinn, unabhängig davon ob der Kurs nur einen Cent oder mehrere Euro über oder unter dem Zielkurs liegt.

Wer beispielsweise auf einen fallenden DAX setzt, kann bei vielen Brokern leicht 70 Prozent Gewinn machen, wenn der Index am Ende der Laufzeit auch nur den Bruchteil eines Punktes unter dem Ausgangswert liegt. Er gewinnt aber auch nicht mehr, wenn der DAX in der Zwischenzeit mehrere Punkte gefallen ist.

Genauso ist der Verlust immer gleich hoch, wenn die Prognose falsch war, die Option also aus dem Geld ist. Oft ist dann der gesamte Einsatz verloren.

Ohne Strategie wird man Geld verlieren

Zunächst hört es sich gar nicht schwer an: Einfach nur vorhersagen, ob ein Basiswert steigen oder fallen wird. Zumal es bei Aktien und Aktienindizes langfristig meist nach oben geht, man also mit einer Wette auf steigende Kurse eine Chance von mehr als 50 Prozent hat.

Allerdings gibt es dabei einen Hacken, die möglichen Gewinne sind nämlich immer niedriger als die potentiellen Verluste. Beispielsweise bietet eine Option 70 Prozent Gewinn, wenn die Option im Geld ist und 100 Prozent Verlust, wenn sie aus dem Geld ist. Einige Broker bieten zwar eine Verlustabsicherung, man verliert dann nur 85 Prozent statt 100 Prozent. Dann liegt aber auch der Gewinn niedriger, beispielsweise bei nur noch 60 Prozent.

Grundsätzlich sind die möglichen Gewinne aber immer niedriger als die Verluste. Wer mit dem gleichen Betrag einmal gewinnt und einmal verliert hat im Regelfall anschließend 10 bis 20 Prozent seines Einsatzes verloren.

Einige Sonderformen Binärer Optionen wie Ladder oder One Touch bieten höhere Gewinne, allerdings bei einer geringen Wahrscheinlichkeit, dass die Option im Geld ist. Denn dann müssen anspruchsvollere Kursziele erreicht werden, etwa ein Plus um mindestens 100 Punkte.

Kriterien für eine gute Strategie

Eine gute Strategie ist also nötig. Aber wie erkennt man sie? Es gibt ein paar Bedingungen, die auf jeden Fall erfüllt sein sollten:

  • Sie sollte erfolgreicher sein als eine Zufallsauswahl,
  • sie muss kurzfristig ihre Wirkung entfalten,
  • sie muss leicht umzusetzen sein,
  • sie sollte wenig Hilfsmittel verlangen.

Der erste Punkt hört sich selbstverständlich an, ist es aber nicht. Manche Theorie klingt schön, wird aber nie überprüft. Dagegen mag der zweite Punkt etwas überraschen, wo doch Langfristigkeit das große Zauberwort ist. Binäre Optionen haben aber meist eine Laufzeit von wenigen Stunden oder gar nur Sekunden.

Im Aktienhandel erfolgreiche Herangehensweisen wie das Value Investing sind deshalb für den Handel mit Binären Optionen nur eingeschränkt geeignet. Denn dabei wird davon ausgegangen, dass der Aktienkurs, gemessen am „wahren“ Wert einer Firma, zu niedrig ist. Dieser wahre Wert wiederum sind die zukünftigen Unternehmensgewinne und damit auch die künftigen Dividenden und Kurssteigerungen. Doch selbst wenn eine Firma unterbewertet ist, bis die Börse ihren Fehler erkennt kann es dauern, mitunter mehrere Jahre. Zu lange für die kurze Laufzeit Binärer Optionen.

Generell ist deshalb die Fundamentanalyse nur eingeschränkt für Binäre Optionen geeignet. Eine Ausnahme ist das Newstrading, bei dem auf aktuelle Nachrichten reagiert wird, beispielsweise die überraschende Ankündigung einer Leitzinserhöhung, die oft zu fallenden Aktienkursen führt. Oft scheitert das Newstrading aber daran, dass der entsprechende Basiswert, auf den sich eine Nachricht bezieht, gar nicht zum Angebot des Brokers gehört.

Außerdem muss eine Analyse leicht und ohne Hilfsmittel wie komplizierte Algorithmen oder riesige Datensammlungen durchführbar sein.

Die Trendfolgestrategie

Alle diese Anforderungen erfüllt die Trendfolgestrategie. Britische Forscher zeigten, dass sie im 20 Jahrhundert sehr erfolgreich war und man mit ihr den Markt schlagen konnte. Dazu stellten sie ein Portfolio aus den Aktien zusammen, die im jeweils zurückliegenden Monat am erfolgreichsten waren.

Sie ist außerdem mit geringen Mitteln umsetzbar und wirkt auch kurzfristig. Natürlich sollte man sich bei einer kurzfristigen Geldanlage auch auf den kurzfristigen Trend konzentrieren. Idealerweise zeigen aber kurz- und mittelfristiger in die gleiche Richtung.

Trader sollten deshalb nicht einfach einen Wert herausgreifen, einen Trend bestimmen und dann investieren, sondern stattdessen mehrere Basiswerte betrachten und dort zuschlagen, wo der Trend besonders stabil ist.

Was man noch wissen muss

Natürlich gibt es noch weitere Strategien und auch die beste Vorgehensweise garantiert keine Gewinne. Deshalb sollten Trader nur Geld investieren, dessen Verlust sie auch verschmerzen und Spaß am Trading haben. Und natürlich gibt es weitere Fragen. Eine gute Strategie hilft dabei Gewinne zu machen, doch wie werden die Gewinne beim Binäre Optionen Trading besteuert? Wer Binäre Optionen kaufen will, sollte deshalb ein paar Grundkenntnisse erwerben und erst einmal mit einem Demokonto starten.

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